Der Linslerhof Biergarten
Linslerhof 1, 66802 Überherrn, Ueberherrn, Germany
Regionale Internationale Spezialitäten, Spezialitäten, Saisonal, Deutsch, Pizza
"Ambiente: In den Räumen, die wir im Laufe der Zeit gesehen haben, ist es rustikal gehalten; helle Räume, viel helles Mobiliar, Holzbalken, Holzdecken und Holzböden. Das stört uns nicht, und dafür kann ich dreieinhalb Sterne vergeben. Sauberkeit: Der Raum, in dem wir waren (es war nicht die St. Antoniusstube, sondern die Georgstube, aber ich werde hier kein neues Kapitel aufschlagen), war sehr sauber, wie auch die Haupttoilette, die ich besucht habe. Was mich dort jedoch gestört hat, war die Tatsache, dass der letzte Eintrag im Reinigungsprotokoll der Toilette vom 29.09. (7:00 Uhr) war. Wurde seitdem nicht mehr gereinigt? Wie kann das passieren? Watt nu? Ganz einfach; ich bewerte die Sauberkeit nicht. Service: Als wir ankamen, waren wir die einzigen Gäste im wirklich großen Raum. Es folgten nach einer Zeitspanne eine Großmutter mit Enkelin, ein Paar und ein weiteres Paar mit Hund. Einige Tische waren noch nicht eingedeckt, einer davon wurde uns zugewiesen. Im Einsatz waren drei junge Damen im Service, alle gut ausgebildet, kompetent und freundlich. Zunächst wurde die Aufmerksamkeit den Gästen auch entgegengebracht, bis diese ihr Essen und Getränke bestellt hatten. Dann tauchten die drei Grazien völlig ab; es war nicht ganz einfach, den Bezahlprozess zu initiieren. Deshalb auch nur drei Sterne. Essen und Trinken: Für eine Gastronomie wie den Linslerhof, die doch ein gewisses Niveau erhebt, erwarte ich eigentlich eine größere Auswahl an Speisen, insbesondere an Hauptgerichten; es muss nicht fünfzig oder mehr sein, aber dreizehn Angebote (4 Vorspeisen, 6 Hauptgerichte und 3 Desserts) erscheinen mir doch etwas mau. Auch bei der Auswahl der Getränke kann der Gast nicht auf eine volle Karte zurückgreifen; ich erspare mir an dieser Stelle eine Liste. Für uns war die Zeit (das nicht eingenommene Mittagessen) vorbei und die Zeit für ein Abendessen noch nicht gekommen. Also sollte es etwas Kleines sein. Meine Frau wählte den Apfelstrudel mit Vanilleeis (9,80 EUR) und dazu eine Tasse Kaffee (3,00 EUR), ich entschied mich für den Flammkuchen im Elsässer Stil mit Crème fraîche, Speck und Zwiebeln (9,80 EUR) und dazu ein frisch gezapftes Paulaner Hefeweizen (0,5 l, 4,50 EUR). Unsere Auswahl war genau richtig. Der Apfelstrudel war sicherlich kein TK-Produkt, sondern hausgemacht und sehr schmackhaft (ich durfte kosten) mit verschiedenen Beeren. Wenn das Vanilleeis nicht selbstgemacht war, so war es zumindest gut ausgewählt. Der Flammkuchen war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Er war praktisch das Referenzmodell: sehr feiner, knuspriger Boden (dass ein Ecke etwas verbrannt war, darüber hülle ich jetzt und für alle Zeiten den Mantel des Schweigens) und sehr üppig belegt mit Crème fraîche, Speck, Zwiebeln und Schnittlauch. Allein dieser Flammkuchen zwingt mich dazu, viereinhalb Sterne zu vergeben. Nachsatz: Im Nachhinein gestand meine Frau, dass der Kaffee jedoch eher fad schmeckte. Preis-Leistungs-Verhältnis: Für das, was wir bestellt haben, absolut in Ordnung, aber auf der kleinen Karte gibt es schon das eine oder andere stark überteuerte Gericht. Zweieinhalb Sterne. Fazit: Anders als andere (wichtige Teile der Familie) muss ich den Linslerhof nicht unbedingt haben. Was mir hier jedoch immer gefällt, ist der Kontakt zu den Pferden. Eigentlich bin ich vor allem auf Katzen (und Hunde) fixiert, aber ich mag auch Pferde, möchte aber nicht auf ihnen reiten. Im Linslerhof gibt es ein striktes Fütterungsverbot für Gäste rund um den Stall, aber man kann die Tiere sehen, sobald sie ihre Köpfe aus den Boxen stecken. Wenn man zuerst Blickkontakt aufnimmt und mit ihnen spricht, bevor es zu einem direkten Körperkontakt kommt, ist alles schön und einfach. Aber nun ist mein Pferdekontakt für heute abgeschlossen, weshalb die nächsten Besuche im Linslerhof ohne mich stattfinden werden."